Positionen und Initiativen

In dieser Rubrik werden Positionen und Initiativen von unterschiedlichen Verbänden, Institutionen und Interessengruppen zur Förderung und Verstetigung der professionellen Sprach- und Kulturmittlung zusammengetragen.

Auch die Positionierungen der Fachstelle SprachQultur zu politischen Bedarfen und Entwicklungen im Bereich der Sprach- und Kulturmittlung werden hier zur Verfügung gestellt. Die Bereitstellung von entsprechendem Know-how und eine klare Positionierung dienen der Implementierung der professionellen Sprach- und Kulturmittlung in Deutschland und unterstreichen die Rolle der Fachstelle SprachQultur als Ansprechpartner für Politik, Verwaltung, Presse sowie die interessierte Öffentlichkeit.

Sprachmittlung: Voraussetzung für die Inanspruchnahme sozialer und gesundheitlicher Leistungen

Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e. V.; 2020.

Sprachliche Verständigung sei ein bedeutender Faktor für das Gelingen von Teilhabe in der Einwanderungsgesellschaft. Die Bereitschaft, diese Verständigung von beiden Seiten aus zu ermöglichen, sei ein unverzichtbares Signal des Willkommens und des Selbstverständnisses als Einwanderungsgesellschaft, so die Position der Freien Wohlfahrtspflege.

Zur Finanzierung qualitativer Dolmetschleistungen für Menschen mit Behinderung bei medizinischer Behandlung

Eine Stellungnahme, erarbeitet im bundesweiten Netzwerk Flucht, Migration und Behinderung
Handicap International e. V.; 2020.

Zugewanderten Menschen mit Behinderung, die nicht ausreichend Deutsch sprechen, bleibt ohne Sprachmittlung der volle Zugang zu grundlegenden Rechten versperrt. Daher ist es notwendig, einen umfassenden Anspruch auf die Finanzierung qualitativer Dolmetschleistungen gesetzlich festzuschreiben.

Zur Finanzierung und Qualitätssicherung von Dolmetschleistungen im Gesundheitswesen

Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer; 2019.

Der BDÜ thematisiert die Frage, wie das Gesundheitssystem dem im Grundgesetz verankerten Anspruch auf Gleichbehandlung aller Patienten – also auch derjenigen ohne ausreichende Deutschkenntnisse – auf möglichst kosteneffiziente Weise gerecht werden kann.

Förderung von Angeboten zur ambulanten dolmetschergestützten psychotherapeutischen und psychosozialen Versorgung von traumatisierten Geflüchteten in Baden Württemberg

Positionspapier zum Doppelhaushalt des Landes Baden-Württemberg 2020/2021
Hausmann, Ute; Makowitzki, Manfred; Landesarbeitsgemeinschaft Flucht und Trauma Psychoszialer Zentren B-W (Hg.); 2019.

Über 2.200 Klienten mit Fluchthintergrund haben sich 2018 an die psychosozialen Zentren in Baden-Württemberg gewandt. In diesem Positionspapier wird die Notwendigkeit der finanziellen Förderung der dolmetschergestützten Versorgung erläutert.

Sicherstellung der Sprachmittlung als Voraussetzung für Chancengleichheit beim Zugang zu Sozialleistungen

Positionspapier des Paritätischen Gesamtverbandes
Der Paritätische Gesamtverband; 2018.

Der Paritätische fordert die Sicherstellung der sprachlichen Verständigung durch Schaffung einer gesetzlichen Grundlage für Sprachmittlung bei Beantragung und Ausführung von Sozialleistungen im Allgemeinen Teil der Sozialgesetzbücher (SGB I).

Dolmetscherleistungen für fremdsprachige Patientinnen und Patienten bei der gesundheitlichen Versorgung

Stellungnahme aus dem bundesweiten Arbeitskreis „Migration und Öffentliche Gesundheit“
Bundesweiter Arbeitskreis Migration und Öffentliche Gesundheit (Hg.); 2017.

"Der Zugang zur medizinischen, psychiatrisch-psychotherapeutischen, psychosozialen und pflegerischen Versorgung von Menschen mit Migrationshintergrund, ist eine wichtige Voraussetzung für eine gelingende und nachhaltige Integration in unsere Gesellschaft. Die sprachliche Verständigung muss daher Bestandteil der gesundheitlichen Versorgung werden", so die Stellungnahme.

Stellungnahme zur öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Gesundheit

Morales, Varinia Fernanda; bikup gGmbH; 2016.

Die interkulturelle Öffnung im Gesundheitswesen sei eine Voraussetzung dafür, die medizinische und therapeutische Versorgung von Geflüchteten und Asylsuchenden bedarfsgerecht, medizinisch notwendig und ökonomisch sinnvoll weiterzuentwickeln.  Eine bewährte Lösung liege im Einsatz von professionellen und für den Gesundheitsbereich qualifizierten Sprach- und Integrationsmittlern, so das Fazit der bikup gGmbH .

Stellungnahme

Entwurf eines Integrationsgesetzes
Lindemann, André; Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e. V. (BDÜ) (Hg.); 2016.

In dieser Stellungnahme bezieht sich der BDÜ auf den von der Bundesregierung am 25.05.2016 verabschiedeten Entwurf eines Integrationsgesetzes. Es fehle u. a. an einer klaren Regelung zur Kostentragung von Dolmetscher- und Übersetzungsdienste im Sozialverwaltungsverfahren und bei der Ausführung von Sozialleistungen.

Positionspapier des BDÜ zu den Dolmetscherpools der Städte und Gemeinden

Michel-Neuroth, Gisela; Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e. V. (BDÜ) (Hg.); 2015.

In Anbetracht dessen, dass seit 2011 immer mehr Dolmetscherpools mit ehrenamtlichen Laiendolmetschern entstehen, positioniert der BDÜ sich zu dieser Entwicklung. U. a. müsse der ehrenamtliche Einsatz von Laiendolmetschern klar auf Bereiche, die vergleichbar mit der Nachbarschaftshilfe sind, beschränkt werden.